aus dem Expertenblog von Andreja Drozdan

Die Angst, zu stören

Warum du dich im Business selbst zensierst

Hast du dich schon mal zurückgehalten, obwohl du etwas Wichtiges zu sagen hattest?
Vielleicht wolltest du dein Angebot teilen – und hast es dann doch nicht gepostet.
Vielleicht warst du in einem Call – und hast dein Mikro wieder stummgeschaltet.
Oder du hast eine Idee – aber du denkst: „Das will doch keiner hören.“

Die Angst, zu stören ist bei selbstständigen Frauen viel verbreiteter, als man denkt. Vor allem bei jenen, die feinfühlig, tiefgründig und verantwortungsbewusst durchs Leben gehen. Die nicht einfach drauflosplappern, sondern spüren: Worte wirken.

Aber was, wenn genau diese Zurückhaltung dich davon abhält, mit deinem Herzensbusiness gesehen zu werden? Und was, wenn dein Schweigen nicht höflich – sondern hinderlich ist?
1. Die Prägung: Sei brav, sei nett – aber bitte nicht auffallen
Viele von uns wurden sozialisiert, „nicht zur Last zu fallen“. Besonders Mädchen lernen früh: Sei angepasst. Sei freundlich. Sei hilfreich. Aber störe nicht. Fall nicht auf. Nimm nicht zu viel Raum ein.

Diese Dynamik überträgt sich ins Business. Statt selbstbewusst zu verkaufen, denken wir: „Ich will ja niemanden nerven.“ „Ich poste schon wieder – ist das nicht zu viel?“ „Was, wenn mich jemand aus der Familie sieht?“

Wir zensieren uns selbst, bevor es jemand anderes tun muss.
Wir machen uns klein, bevor andere uns bewerten könnten.

Die Folge: Wir sind sichtbar – aber weichgezeichnet. Anwesend – aber angepasst. Unternehmerisch – aber mit angezogener Handbremse.
2. Die Angst, zu stören, ist oft getarnter Selbstschutz
In Wahrheit ist es nicht der Post, der zu viel wäre. Es ist die Angst davor, was passiert, wenn jemand genervt reagiert. Oder sich abwendet. Oder sagt: „Jetzt reicht’s.“

Aber hier kommt die unbequeme Wahrheit:
Wenn du für dein Angebot nicht zu 100 % einstehst, wird es niemand anders tun.

Deine Zurückhaltung schützt dich vielleicht kurzfristig vor Ablehnung – aber sie hält dich langfristig davon ab, Wirkung zu entfalten.
3. Biblisch betrachtet: Du bist berufen, nicht beliebt zu sein
„Man stellt ein Licht nicht unter einen Scheffel, sondern auf den Leuchter.“ (Matthäus 5,15)
Jesus selbst war nicht darauf aus, allen zu gefallen. Seine Worte waren oft unbequem, herausfordernd, sogar provozierend. Aber sie waren wahr. Und sie waren heilsam.

Wenn du dich berufst fühlst, anderen zu dienen – dann darfst du lernen, auch mal zu stören.
Nicht im Sinne von Lärm – sondern im Sinne von Klarheit.

Wahrheit stört die Lüge.
Liebe stört die Gleichgültigkeit.
Verbindung stört die Einsamkeit.

Du bist nicht hier, um gemocht zu werden – sondern um dein Licht leuchten zu lassen.
4. Weltlich betrachtet: Die Algorithmen sind laut – sei du klar
Wir leben in einer Zeit, in der die Lauten mehr Reichweite bekommen – und die Stillen sich oft nicht trauen, überhaupt mitzureden.

Aber das bedeutet nicht, dass du rumschreien musst. Es bedeutet nur: Wenn du etwas zu sagen hast, sag es. Wenn du ein Angebot hast, teile es. Wenn du helfen kannst, sei sichtbar.

Es ist nicht egoistisch, für deine Arbeit einzustehen.
Es ist dienlich.
5. Deine Botschaft darf andere aufrütteln
Verkaufen ist nicht aufdringlich – wenn es aus einer echten Intention kommt.
Ein Reel ist kein Störfaktor – wenn es eine klare Botschaft transportiert.
Eine E-Mail ist keine Belästigung – wenn sie Mehrwert liefert.

Wirklich zu stören heißt: Wach zu machen. Sichtbar zu machen, was vorher unsichtbar war.
Das braucht Mut. Und eine klare Entscheidung:

Ich zensiere mich nicht mehr, um anderen das Denken abzunehmen.
Ich bin nicht auf der Welt, um leise zu bleiben.
Fazit: Du störst nicht – du erinnerst
Wenn du dich zurückhältst, verwehrst du anderen die Möglichkeit, von dir zu lernen. Wenn du nicht sprichst, verpasst du die Chance, gehört zu werden. Wenn du schweigst, obwohl du etwas zu sagen hast, schenkst du der Angst das letzte Wort.

Du darfst sichtbar sein.
Du darfst verkaufen.
Du darfst dich zeigen – mit deiner ganzen Klarheit.

Und wer sich davon gestört fühlt?
Der hat vielleicht etwas Wichtiges zu reflektieren.
Bereit, deine Stimme nicht länger zu zensieren?
Dann komm in meine Membership Unmaskiert.
Dort sprechen wir genau über diese Themen – echt, verletzlich, klar und kraftvoll. Gemeinsam lernen wir, die Angst zu entmachten und mit unserer Botschaft zu berühren.

Herzliche Grüße
Deine Stella

Wer schreibt hier?

Andreja Drozdan

Andreja Drozdan

unterstützt Frauen dabei, ihre innere Klarheit zu finden und ihre Einzigartigkeit in ein nachhaltiges Business zu verwandeln.
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